Gemälde von Gabriel Kellner
Vernissage
Gabriel Krellner wurde 2002 geboren und studiert in Jena Psychologie. Seit seiner Kindheit zeichnet und malt er, integrierte die Malerei in seinen Alltag. Er belegte Kurse, ebenso erhielt er Zugang zu Materialien und vielfältigen künstlerischen Motiven durch seine Mutter, die als Kunsterzieherin lehrt. Die realistische Technik entwickelte er autodidaktisch. Für seine Arbeiten nimmt er Ölfarben, da sie einen längeren Malprozess erlauben. Leinwände und Malplatten sind in transportablen Formaten, eine Tischstaffelei ergänzt die Ausstattung.
Themen sind Portraits von Freunden, Familienmitgliedern oder Personen aus Film, Musik und Literatur, wie hier Willem Dafoe und Johnny Depp. Er teilt Gefühle mit den Gemalten, er schüttet Adrenalin aus, weswegen und währenddessen er malt.
Eine Cellospielerin sitzt mit Noten, eine Studentin steht in der Bibliothek. Die Porträtierten werden psychich durchdrungen, ihre Charaktere differenziert ausgedrückt und gleichzeitig die physische Ähnlichkeit getroffen.
Musik ist in Gabriels und dem Leben seiner Familie allgegenwärtig. Einige Musiker sind hier porträtiert: sein Großvater, sein Vater, seine Tante, sein Bruder. Beim Malen beeinflussen Gabriel Rhythmen, Strukturen, Texte der Musik wie The Cure, Rodrigo Amarante, Nirvana, Blur, Trivial.
Das Bildnis seines Vaters ist ein herausragendes Beispiel seiner Kunst. Je nach Situationen, zu Hause, in der Bibliothek, unter einer Dachschräge wechseln die Hintergründe und Bildausschnitte.
Psychologie zu studieren bedeutet, sich Menschen zu nähern, sie zu respektieren, anzunehmen. Die gezeigten Arbeiten passen.