Nationales Geotop "Porphyrfächer"

Der Porphyrfächer liegt an der flachen Westabdachung des Landberges und ist seit 1958 als Naturdenkmal und seit 2019 als Nationales Geotop ausgewiesen. Hier offenbart sich ein quarzarmer Porphyr (auch klassischer Rhyolith) in rotbraunen bis grauvioletten Tönen mit rötlich geflammten, porösen Einschlüssen. Sein markantes Merkmal: die fächerförmige Klüftung, die dem Gestein seinen Namen gab. Ein typisches Pseudofließgefüge, wie es für Ignimbrite charakteristisch ist, zeugt von der dynamischen Entstehungsgeschichte. Vor etwa 300 Millionen Jahren trat das Magma aus der Grunder Spalte aus und formte diese einzigartige Struktur.
Schon 1851 wurde der Bruch in einer Abbildung festgehalten – ihre Ähnlichkeit mit der heutigen Steinbruchwand belegt, dass die beeindruckende Fächerform bereits im 19. Jahrhundert als Sehenswürdigkeit galt. Die Schottergewinnung wurde bald eingestellt, um das Naturwunder zu erhalten.
Heute ist der Porphyrfächer Teil des Geologischen Freilichtmuseums am Porphyrfächer-Tharandter Wald (GFM, Tafel 4). Hier werden die Magmenförderung als Glutwolkenausbruch, die Abkühlungsprozesse und die Entstehung des Gesteinsgefüges anschaulich erklärt – ein faszinierendes Ziel für Natur- und Geologieliebhaber!





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