Kompositorische Modelle • kulturelle Zuschreibungen • diskursanalytische Perspektiven
Wissenschaftliches Symposium anlässlich des 200. Todestags des Komponisten
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden in Kooperation mit der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft
Carl Maria von Weber hat sich während seiner gesamten Schaffenszeit ungewöhnlich intensiv mit der Verarbeitung „national-charakteristischer“ Themen beschäftigt. Seine musikalische Weltkarte reichte von Polen, Russland, Ungarn, Spanien, Schottland, Grönland bis nach Indien, China und dem arabischen Orient. Welche Vorstellungen verbanden sich im frühen 19. Jahrhundert mit diesen Völkern? Wie ging Weber kompositorisch mit dem fremden Material um? Wie verhielt sich Webers Kosmopolitismus zu den gleichzeitigen Bestrebungen, eine deutsche Nationalkultur zu definieren? Führende Expert*innen der Weber-Forschung und der Kulturwissenschaften widmen sich diesen bislang wenig beleuchteten Fragen in einem zweitägigen Symposium.