Das bereits seit 1828 bestehende Landgestüt Moritzburg ist das drittgrößte in Deutschland und ein Teil der Sächsischen Gestütsverwaltung. In unmittelbarer Nähe zum Schloss Moritzburg gelegen, beheimatet die historische Gestütsanlage ca. 100 prachtvolle Zuchthengste der Rassen Warmblut, Schweres Warmblut, Kaltblut und Haflinger.Pferdetraining,Tierzucht und Pferdesportzentrum.
Das barocke Stallgebäude entstammt aus der Zeit August des Starken. Es wurde 1733 durch den Hofbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann errichtet und diente zunächst als Jagdstallung für den Sächsischen Hof. Auf Erlass des sächsischen Königs Anton von Sachsen wurden im Jahr 1828 in den Jagdstallungen 38 Hengste als Landbeschäler untergebracht – dies markiert das Gründungsjahr des Landgestüts.
Die Stallungen, die gemeinsam mit dem Verwaltungsgebäude den Innenhof quadratisch umschließen, wurden originalgetreu nach historischem Vorbild saniert. Zudem gehört eine Arena sowie ein Übungsplatz zum Gestüt. Dem Gestüt angegliedert ist die Sächsische Landesfachschule für Reiten und Fahren, die ebenso wie das Hauptgestüt Graditz und landesweiten Deckstationen zur Sächsischen Gestütsverwaltung gehört.
Zu den wichtigsten Aufgaben des Landgestüts Moritzburg gehört die Bereitstellung der Zuchthengste auf landesweiten Deck- und Besamungsstationen in Sachsen und Thüringen, die Durchführung von Hengst- und Stutenleistungsprüfungen sowie die Berufs-, Reit- und Fahrausbildung von Pferdesportlern. Zudem hat sich das Gestüt der Erhaltungszüchtung bedrohter Pferderassen verschrieben.
Berühmt ist das Gestüt unter anderem für die traditionellen Moritzburger Hengstparaden, die immer im September stattfinden. Jedes Jahr strömen tausende Besucher nach Moritzburg, um die prachtvollen und kräftigen Hengste zu bewundern. Eine weitere Attraktion sind die Konzerte, die seit 2003 jedes Jahr in dem historischen Reithaus durchgeführt werden.
